Captain America

Steven Rogers (Chris Evans) möchte unbedingt als Soldat der US-Armee im Zweiten Weltkrieg dienen und an vorderster Front für Freiheit und Frieden kämpfen. Er ist jedoch viel zu schmächtig und wird daher bei jedem seiner Versuche ausgemustert. Doch dann wird ihm angeboten, an einem mysteriösen Experiment teilzunehmen. So kommt es, dass aus dem schmächtigen Jüngling eine durchtrainierte Wunderwaffe wird, die schließlich gegen die Nazis und vor allem gegen Johann Schmidt, einen größenwahnsinnigen Wehrmachtsoffizier, eingesetzt werden soll. Der Supersoldat scheint die letzte Hoffnung für einen Sieg gegen Schmidt zu sein, denn dieser schöpft aus einer übermächtigen Energiequelle, die seine Soldaten scheinbar unbesiegbar macht.

In „The Avengers“ werden 2012 unter anderem die Superhelden Iron Man, Thor und Captain America gemeinsam gegen das Böse kämpfen. Nachdem zwei der Helden bereits in einer eigenen Comic-Verfilmung zu sehen waren, fehlte noch Captain America. Das Ergebnis ist der nun vorliegende Film, der ab dem 18. August 2011 in den deutschen Kinos zu sehen ist. Regie hierbei führte Joe Johnston, den man von „Jurassic Park 3“ oder auch „Hidalgo“ kennt.

Die Rolle des Captain America wurde mit Chris Evans besetzt, der bereits in „Street Kings“ und Danny Boyles „Sunshine“ zu sehen war. „Captain America“ kann den hohen Ansprüchen an Marvel-Comic-Verfilmungen jedoch bedauerlicherweise nicht gerecht werden. Während die „X-Men“-, „Iron Man“- oder „Spider Man“-Filme noch echte Blockbuster mit spannender Story und großartigen Schauspielern waren, bleibt für „Captain America“ nur noch amerikanischer Patriotismus und 3D-Effekt-Feuerwerk. Die Geschichte ist ohne große Motivation erzählt und erweckt dadurch kaum Emotionen seitens des Zuschauers. Auch über den Superhelden selbst erfährt man viel zu wenig, um eine persönliche Bindung zu ihm aufbauen zu können. Handwerklich ist „Captain America“ nicht schlecht, aber großartig leider auch nicht. Die Effekte sind stellenweise sehr gut, doch immer wieder bleibt die Frage, warum man auch diesen Film unbedingt in 3D verfilmen musste. Man hätte also deutlich mehr herausholen können aus diesem Film – bleibt nur zu hoffen, dass man in „The Avengers“ wieder mehr Motivation investiert.

Daniel Fürg

Daniel Fürg

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Finanzsparte von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V. und ist Initiator der Digital Future Conference 48forward.