Die Gefährten

Als Alberts (Jeremy Irvine) Vater (Peter Mullan) eines Tages mit einem Pferd vom Markt auf den heimischen Hof zurückkommt, ist das Erstaunen groß. Eigentlich hätte er ein kräftiges Arbeitspferd kaufen sollen, das den fußkranken Farmer bei der Arbeit unterstützen sollte. Stattdessen brachte Ted Narracott jedoch einen feurigen und viel zu teuren, nicht arbeitsfähigen Hengst mit. Mit dem Kauf übernahm sich Narracott finanziell und kann die Pacht für den Hof nicht mehr bezahlen und so kommt es, dass Albert und das Pferd Joey den Hof retten müssen. Albert bringt dem Hengst bei, einen Pflug zu ziehen und schon bald entsteht eine innige Freundschaft zwischen den beiden.
Als ein schweres Unwetter jedoch die gesamte Ernte des Bauernhofes zerstört und der Erste Weltkrieg ausbricht, sieht sich Ted Narracott gezwungen, das Pferd an die Armee zu verkaufen, um seine Familie vor dem Bankrott retten zu können. Albert bemerkt den Verkauf zu spät und kann sich nur noch kurz von Joey verabschieden. Das Pferd wird abtransportiert und hat fortan eine Odyssee durch die Schauplätze des Ersten Weltkrieges vor sich. Bei einem ersten Angriff der Engländer verliert es seinen Reiter und wird von deutschen Soldaten in Beschlag genommen. Nach einem kurzen Zwischenspiel bei einem Franzosen und dessen Enkeltochter, wird Joey zum Ziehen schwerer Kriegsmaschinen missbraucht. Als die Engländer an diesem Ort jedoch Oberhand gewinnen, flieht Joey und landet zwischen Stacheldraht und Gräben im Niemandsland. Die Engländer retten das schwer verletzte Pferd schließlich und bringen es in ein Krankenlager, wo es wieder auf den inzwischen ebenfalls Kriegsdienst leitenden Albert trifft – die beiden Gefährten sind wieder verbunden.

Auf der Basis von Michael Morpurgos Roman „Schicksalsgefährten“ und dem daraus entstandenen preisgekrönten, höchst erfolgreichen Theaterstück schuf Steven Spielberg ein episches Leinwandabenteuer. Der bildgewaltige Film überzeugt mit einer emotionalen Geschichte, die in grandiosen Bildern erzählt wird und zugleich für jedes Alter geeignet ist.
Bereits jetzt ist der Film für 6 Oscars® nominiert – darunter auch die Kategorie „Bester Film“. Spielberg zeigt die unglaublichen Bande einer Freundschaft zwischen Mensch und Tier ohne dabei zu sehr in die Sentimentalität abzugleiten. Zugleich thematisiert „Die Gefährten“ jedoch auch die Schrecken des Ersten Weltkrieges und deren grauenhaften Auswirkungen.
Neben den tierischen Darstellern überzeugt auch der vielfältige Cast des Films. Besonders Newcomer Jeremy Irvine hinterlässt mit seiner schauspielerischen Leistung in der Rolle des Albert einen überaus bleibenden, positiven Eindruck.
Insgesamt ist „Die Gefährten“ also ein familientauglicher Film über Freundschaft und Zusammenhalt in schweren, geradezu grauenhaften Zeiten – dabei ist es im Grunde fast unbedeutend, ob es um eine Verbindung zwischen Mensch und Tier oder Mensch und Mensch geht.

Daniel Fürg

Daniel Fürg

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Finanzsparte von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V. und ist Initiator der Digital Future Conference 48forward.