Doris Dörrie zu „Der Fischer und seine Frau“

Wie sind Sie auf die Idee gekommen dieses Märchen zu verfilmen?

Das ist eine lange Vorgeschichte, ich kenne das Märchen schon ewig – das habe ich als Kind schon gehört – „Der Fischer und seine Frau“ – damals sogar auf Plattdeutsch, weil ich ja aus dem Norden komme. Und ich wollte eine Geschichte über eine Frau erzählen, die versucht Kinder, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen.

Wie schwierig war es die Geschichte umzusetzen, also das Ganze in die Gegenwart umzuformen?

Es hat schon lange gedauert das alles zu schreiben, also die beiden Striche zusammenzuführen, das Märchen und die moderne Geschichte. Das war durch die zwei Ebenen sehr kompliziert. Und das Ganze sollte ja auch noch leicht, unterhaltsam und komisch erzählt werden.

War es schwer die richtigen Schauspieler zu finden?

Nein, weil ich es schon für Alexandra geschrieben hatte. Alexandra hat in „Nackt“ gespielt und das war ihre erste Kinorolle und da mochte ich sie so sehr, dass ich diese Rolle in „Der Fischer und seine Frau“ für sie geschrieben habe. Und Christian Ulmen habe ich dann durch den Kinofilm „Herr Lehmann“ gefunden.

Wie war die Arbeit am Set?

Super! Aber mit den beiden könnte es auch gar nicht anders sein.

Wie war die Arbeit am Set in Japan? Gab es da Sprach-Probleme?

Eigentlich gab es da, bis auf ein paar kleinere, keine Kommunkationsprobleme. Aber das war mehr amüsant als schlimm. Viele Dinge sind eben anders in Japan.

Haben Sie eine Lieblingsszene in diesem Film?

Nein, das kann ich so nicht sagen. Ich schaue mir den Film immer noch gerne an und das ist wirklich ein Wunder, da ich ja 9 Monate damit verbracht habe, aber er macht mir selber immer noch Spaß. Und das ist sehr ungewöhnlich. (lacht)

Wie würden Sie den Film in einem Satz beschreiben?

Warum Frauen nie genug bekommen. Und wenn man das herausfinden möchte sollte man sich den Film anschauen.

Und was ist das Besondere an diesem Film?

Das Besondere ist sicherlich das märchenhafte und diese ganz moderne Geschichte, die sicher ganz viele Leute angeht. Und die ungeheure Farbigkeit in diesem Film. Dieser Film hat Farben, die man so wahrscheinlich noch nicht gesehen hat.

Vielen Dank für das Interview!

Daniel Fürg

Daniel Fürg

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Finanzsparte von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V. und ist Initiator der Digital Future Conference 48forward.