Duplicity

Die CIA-Beamtin Claire Stenwick (Julia Roberts) und der MI6-Agent Ray Koval (Clive Owen) haben den Geheimdienst zugunsten eines lukrativen Geschäfts quittiert: Beide wollen an einem äußerst profitablen Kalten Krieg zwischen zwei rivalisierenden Unternehmen mitverdienen. Ihre Mission ist es, die Rezeptur für ein neues Produkt sicherzustellen.
Denn das Patent würde der Firma ein Vermögen bescheren. Für ihre Arbeitgeber, Titan Howard Tully (Tom Wilkinson) und Chefetagen-Freibeuter Dick Garsik (Paul Giamatti), steht in diesem Wettbewerb alles auf dem Spiel – und alles ist erlaubt. Bald weiß niemand mehr, wer eigentlich auf wessen Seite steht. Für Claire und Ray ist dabei das schwierigste Unterfangen, sich gegenseitig auszutricksen. Und während sie versuchen, dem anderen immer einen Schritt voraus zu sein, steht den beiden Einzelkämpfern nur eine Hürde im Weg, die sie nicht überlisten können: die Liebe.

Auf der einen Seite ist „Duplicity – Gemeinsame Geheimsache“ ein überaus schwungvoller, toll besetzter Romantik-Thriller. Das Dreamteam Julia Roberts und Clive Owen („Closer – Hautnah“) wandelt auf den Spuren alter Screwballkomödien der 30er-, 40er-Jahre. Man merkt den beiden in jeder Sekunde des Films an, dass sie sich auch privat sehr schätzen. Sie liefern sich in frechen Dialogen einen witzigen Schlagabtausch der prima unterhält. Die Nebenrollen sind ebenfalls prominent besetzt: Tom Wilkinson („In The Bedroom“) und Paul Giamatti („Sideways“) sind mit von der Partie. Auf der anderen Seite ist der Mix aus Wirtschaftskrimi und Romantik-Komödie unnötig anstrengend aufgrund zu vieler Zeitsprünge. Zudem kann „Bourne“-Autor Tony Gilroy die Klasse von seinem Regiedebüt „Michael Clayton“ nicht halten – was ein wahrlich schweres Unterfangen war. Die Messlatte hing extrem hoch. „Duplicity“ unterhält zwar, die Geschichte ist aber leicht zu durchschauen. Was bleibt ist ein schickes Star-Ensemble in harmloser Story. Von einem genialen Tony Gilroy kann und muss man sich mehr erwarten.
Fazit: Für glamouröses Starkino und packendem Thriller insgesamt zu wenig. Das gut aufgelegte Dreamteam kann diese Mängel aber weitestgehend kaschieren.