Jupiter Ascending

Wenn der Name Wachowski im Raum steht, ist der Gedanke an Matrix (1999) immer da. Inzwischen muss man sich leider fragen, warum dies stets die einzige Assoziation bleibt. Über 15 Jahre ist es nun her, dass das Science-Fiction-Epos in die Kinos kam und direkt zum Kultfilm avancierte. Die Ideen waren originel, die Ausführung war herausragend. Jedes Mal hofft man nun, dass die Geschwister wieder einen ähnlichen Beitrag zur Kinogeschichte leisten, doch ein ums andere Mal wird man enttäuscht. Jupiter Ascending stellt da leider keine Ausnahme dar.

Zu einfallslos sind die Charaktere, zu geradlinig, ja geradezu redundant ist die Story: dreimal am Stück versuchen die Tyrannen der Galaxy Jupiter Jones (Mila Kunis) für ihre Zwecke zu misbrauchen, nur damit sie von Caine Wise (Channing Tatum) gerettet werden kann. Die Hintergrundgeschichte über die Unsterblichkeit und die Ressource Mensch bleibt dabei so oberflächlich, dass sie kaum als Diskurs wargenommen wird.

Diese Oberflächlichkeit findet sich auch in der Ausgestaltung der Science-Fiction-Welt wieder. Es gibt verschiedene Rassen und Völker und Institutionen, die allerdings kaum behandelt werden. Caine Wise, die männliche Hauptrolle, ist eine Soldatenzüchtung aus Mensch und Wolf, der seine Flügel wieder haben möchte. Er gehörte irgendeiner Armee an, über die man nichts erfährt. Es gibt Weltraumpolizisten, die genau als solche erklärt werden. Für welche Institution diese Polizisten eine Exekutive sein sollen, weiß man aber nicht. Dafür gibt es menschenähnliche Drachen…

Es fällt schwer in irgendeinem Aspekts des Films eine Bedeutung zu finden, die es wert ist, darüber zu reflektieren. Vielleicht ja beim nächsten Mal.

Maximilian Riemer

Maximilian Riemer ist Kino-Experte aus Leidenschaft. Ein guter Film gehört zweifelsohne zu den schönsten Dingen, die ihm über den Weg laufen könnten. In seinen Filmkritiken versucht er auch die technische Seite hinter den Filmen zu beleuchten und gibt dabei interessante Einblicke in das Handwerk.