Knight of Cups

KNIGHT OF CUPS ist kein gewöhnlicher Film: im neuesten Werk von Terence Malick (TREE OF LIFE, 2011) ist die Form ein Strom von Eindrücken, der Plot eine Reihe von Assoziationen. Die Kamera folgt Rick (CHRISTIAN BALE), einem erfolgreichen Drehbuchautor in Hollywood. Verschiedene Situationen zeichnen ein Portrait eines Mannes auf der Suche nach Erfüllung. Selten handelt er, oftmals ist er nur Beobachter. Wie in Trance erlebt er das Treiben der Reichen und Schönen, wie auch die hässlichen Seiten LAs.

Die klassische Kontinuität ist dahin: Jumpcuts und Achsensprünge dominieren. Der Dialog weicht dem Voice-Over. Unter der Musik ist der Umgebungston nur noch als leises Rauschen in der Ferne erkennbar. Als Zuschauer ist man distanziert und doch mittendrin. Die Flüchtigkeit jedes Moments macht ihn erst im nächsten begreifbar. Es ist mehr eine Stimmung, die der Film herbeiführt, als eine Geschichte zu erzählen.

Vergleichbar ist KNIGHT OF CUPS vielleicht mit Gaspar Noés ENTER THE VOID (2009), Lars von Triers MELANCHOLIA (2011) oder Akira Kurusawas DREAMS (1990). Man spürt das größere Ganze, kann es aber nicht richtig zu fassen bekommen. Und was sollte man auch zu Fragen sagen, zu denen es keine Antwort gibt? Trotzdem ist es immer wieder ein Bedürfnis, diesen Diskurs zu führen.

Maximilian Riemer

Maximilian Riemer ist Kino-Experte aus Leidenschaft. Ein guter Film gehört zweifelsohne zu den schönsten Dingen, die ihm über den Weg laufen könnten. In seinen Filmkritiken versucht er auch die technische Seite hinter den Filmen zu beleuchten und gibt dabei interessante Einblicke in das Handwerk.