Planet der Affen: Prevolution

Will Rodman (James Franco) versucht ein Medikament zur Heilung von Alzheimer zu entwickeln. Der Virus bewirkt bei den Testobjekten, Schimpansen, die Steigerung ihrer kognitiven Fähigkeiten. Doch das Projekt wird eingestellt, nachdem einer der intelligenten Affen das Labor verwüstet. Übrig bleibt nur das Affenbaby Caesar. Will nimmt den kleinen Primaten bei sich auf und zieht ihn groß. Unfähig dazu sich in das Vorstadtleben einzugliedern, landet Caesar allerdings im Tierheim. Auch seine Artgenossen akzeptieren ihn zunächst nicht. Durch seine überlegene Intelligenz gelingt es ihm aber schließlich die Befehlsgewalt über die Affen an sich zu reißen und eine Revolution zu starten…

Das Prequel zu „Planet der Affen“ (1968, 2001) hat eigentlich alles, was ein Hollywood-Blockbuster zur Zeit scheinbar haben muss: Mit James Franco (127 Hours), Freida Pinto (Slumdog Millionaire) und Tom Felton (Harry Potter 1-7) ein paar berühmte Gesichter, der Stoff ist durch ältere Filme und sogar schon deren Remakes bekannt und Spitzen-Animationen und -Effekte warten an jeder Ecke. Soweit nichts Neues. Generell tut sich der Film schwer, was Neuheiten angeht, vor allem in Sachen Plot. Dass der Mensch sein Schicksal dadurch, dass er es verbessern oder verändern möchte, selbst besiegelt, ist bekannt. Auch, dass Kreaturen, die ihrem natürlichen Habitat entrissen werden, sich wieder nach einem Zuhause sehnen, ist keine Neuerfindung des Rades. Die Hintergrundgeschichte um Gen-Manipulation, Profitgier und Unterdrückung lockt niemanden mehr hinter dem Ofen vor.

Allerdings wird der Mangel an Ideen mit fantastischen Animationen entschädigt. Durch ihre wunderbar animierte Mimik und Gestik, müssen sich die CGI-Primaten in Sachen Schauspielkunst nicht wirklich hinter ihren menschlichen Kollegen verstecken. Und das ist auch wichtig, denn der Film lebt durch seine Emotionen: Egal ob sie zwischen Menschen oder Affen oder untereinander ausgetauscht werden. Leider wird es dabei manchmal ein wenig kitschig, gerade, wenn es um die Trennung von Caesar und seinem Ziehvater Will geht. Aber das hält nicht lange an und man wird schnell wieder gut unterhalten.

Insgesamt ist „Planet der Affen: Prevolution“ ein sehenswerter Film, wenn man ihm die Ideenlosigkeit verzeiht und über die platten Botschaften hinwegsehen kann.

Maximilian Riemer

Maximilian Riemer ist Kino-Experte aus Leidenschaft. Ein guter Film gehört zweifelsohne zu den schönsten Dingen, die ihm über den Weg laufen könnten. In seinen Filmkritiken versucht er auch die technische Seite hinter den Filmen zu beleuchten und gibt dabei interessante Einblicke in das Handwerk.