Prometheus – Dunkle Zeichen

Das Archäologenpäarchen Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) finden an verschiedensten Orten der Erde Zeichen alter Zivilisationen die immer das gleiche Bild zeigen: Eine Sternenkonstellation. Da dies wohl kein Zufall ist, kann es für die beiden nur eins bedeuten, dass Außerirdische eine Raumkarte hinterlassen haben – eine Art Einladung – um sie zu „besuchen“. Shaw und Holloway erhoffen sich so das Wieso und Warum der Menschlichen Existenz beantwortet zu bekommen. Gesponsert von Weyland-Industries macht sich das Raumschiff Prometheus mit einem Team aus Wissenschaftlern, Meredith Vickers (Charlize Theron) und dem Androiden David (Michael Fassbender) zum Planeten LV-223 auf. Dort erwarten das Team jedoch keineswegs friedlich gesinnte Kreaturen und ein Kampf um ihr Überleben beginnt.

„Prometheus“ ist ein audiovisueller Hammer, der in dieser Hinsicht keinerlei Wünsche offen lässt. Die Welt die Ridley Scott hier geschaffen hat ist unglaublich glaubwürdig und lässt dem Zuschauer keine andere Wahl als im Kinosessel gefesselt dem Film zu folgen. Daneben bietet „Prometheus“ zwei erstklassige Darstellerleistungen. Michael Fassbender spielt den Androiden David mit einer schier unheimlichen Präzision und Kälte, dass man sich fragt ob Fassbender vielleicht selbst ein Roboter ist. Noomi Rapace, die so wie Sigourney Weaver in „Alien“ die weibliche Protagonistin ist, überzeugt in der wohl schockierendsten Szene des Films bei der sie ihre Schmerzen und ihren Kampf ums Überleben direkt auf den Zuschauer überträgt. Trotzdem kann „Prometheus“ nicht komplett überzeugen. Die meisten Charaktere handeln so unglaublich dämlich, dass Kopfschütteln und Lacher aus Fremdscham so einige Male im Kinosaal zu bemerken waren. Jedoch ist das größte Problem die Geschichte die der Film erzählen will. Diese Schöpfungsgeschichte ist ein Mischmasch aus Griechischer Mythologie, Evolution und Religiösem Kuddelmuddel die dem Zuschauer in jeder Minute neue kryptische Fragen an den Kopf wirft und unbeantwortet lässt. Zwar sind viele dieser Ansätze interessant, aber unglücklicherweise schlecht ausgeführt.
Fans des Genres werden sich an den vielen kleinen Gemeinsamkeiten des ersten Alien Films erfreuen und vielleicht über die Story zu Gunsten des Kinoerlebnisses hinwegsehen können. Alle anderen sollten sich trotz der schwerwiegenden Probleme selbst ein Bild von „Prometheus“ machen und diesen Blockbuster definitiv ansehen.

Christian Buchberger

Christian ist seit dem ersten Tag Teil des kino-site.de-Teams. Er liebt gute Filme und hat eine besondere Leidenschaft für Science-Fiction.