Terry Gilliam über „Tideland“

Worum geht es in Deinem neuen Film namens „Tideland“?

Er geht zwei Stunden und elf Minuten.

Wann bist Du auf die Idee gekommen diesen Film zu machen?

Die Geschichte stammt aus einem Buch, das ich gelesen habe und ich dachte, dass das Buch außergewöhnlich schön und überraschend ist. Ich wusste nicht, wie es aus geht und ich dachte, dass es gut ist daraus einen Film zu machen. Er löst einiges in den Leuten aus, die Handlung spielt mit gewissen Tabus und das ist außerdem auch sehr interessant.

War der Autor des Buches, Mitch Cullin am Set mit einbezogen?

Er war am Set und wir haben die Busreise gemacht. Und ich sagte zu ihm, nun du könntest einer der Passagiere sein. Er sagte und machte nicht viel, wir haben ihn hinter Jeff und Jeliza Rose plaziert.

Wie würdest Du den Charakter von Jeliza Rose beschreiben?

Sie ist ein unglaublich aufgewecktes Kind, bei dem es so scheint, als ob es in der Lage ist alles zu überleben egal was um es herum geschieht. Sie ist eine geborener Überlebenskünstlerin und sie hat eine wunderbare Vorstellungskraft, die die Welt in wundervolle, magische, erschreckende aber aufregende Dinge verwandeln kann.

War es schwer den richtigen Schauspieler für diesen Charakter zu finden?

Nun, wir haben viel Zeit mit suchen verbracht. Aus finanziellen Gründen mussten wir mit kanadischen Schauspielern arbeiten, wir haben sehr lange gesucht und haben trotzdem nicht das passende Mädchen für diese Rolle gefunden.Wir hatten nur zwei Monate, vielleicht ein bisschen weniger, vor Drehbeginn Zeit um zu suchen. Dann kam glücklicherweise ein Videoband aus Vancouver mit den Screen-Tests von Jodelle Ferland und diese waren brillant. Sie ist außerdem auch sehr professionell, da sie bereits seit ihrem vierten Lebensjahr im Filmgeschäft tätig ist.

Kannst Du eine kurze Beschreibung zu „Tideland“ abgeben?

Nein, das kann ich nicht. Aus diesem Grund dauert der Film zwei Stunden und elf Minuten, er ist nicht zu beschreiben.

Kannst Du dich selbst mit einem Charakter aus „Tideland“ identifizieren?

Ich denke, ich habe mich mit ihnen allen auf zahlreiche und unterschiedliche Weise identifizieren können. Mit 65 musste ich ein neuneinhalb Jahre altes Mädchen darstellen und dabei mit Puppen spielen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mich wie ein Kind zu verhalten und mich in diese Rolle hineinzuversetzen. Also bin ich ein bisschen wie dieser Charakter. Während ich mit den Puppen spielte, entdeckte ich die Persönlichkeit dieser und ihre Bedeutung für Jeliza Rose. Es ist gut manchmal ein Kind zu sein.

Was ist die Botschaft des Films?

Die Botschaft ist: Denke! Denke darüber nach wie du die Welt verstehst! Und dann denke noch einmal!

Vielen Dank für das Interview!

Daniel Fürg

Daniel Fürg

Daniel Fürg absolvierte eine Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bildete sich an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing zum Kommunikationswirt fort. Er gründete verschiedene Onlinemedien, wie zum Beispiel MUNICH's BEST, 100SINS oder Social Secrets und arbeitete unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Finanzsparte von Siemens, die Sana Kliniken AG und die MAROundPARTNER GmbH. Als Geschäftsführender Gesellschafter von Fürg Media berät er heute Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung ganzheitlicher Kommunikationsstrategien. Daniel Fürg engagiert sich außerdem aktiv als Mitglied des Vorstands im Internationalen PresseClub München e.V. und ist Initiator der Digital Future Conference 48forward.