The Unborn

Die Studentin Casey Beldon (Odette Yustmann) wird von unheimlichen Visionen und Alpträumen verfolgt. Ein kleiner blauäugiger Junge scheint es auf sie abgesehen zu haben. Als ihre eigenen Augen sich schließlich auch beginnen zu verfärben, versucht Casey den mysteriösen Vorkommnissen auf die Spur zu kommen. Von ihrem Augenarzt erfährt sie, dass eine blaue Verfärbung der Augen häufig bei Zwillingen vorkommt, und als sie schließlich von ihrem Vater erfährt, dass sie einen Zwillingsbruder hatte, der vor der Geburt bereits im Mutterleib verstarb, wird ihr einiges klar. Sie und ihre Familie werden von einem Dibbuk verfolgt, der von ihr Besitz ergreifen will. Ein Dibbuk, das ist ein alter Dämon, dem der Zutritt in die Unterwelt verwehrt wurde und der nun auf der Suche nach einem Körper unter den Lebenden wandelt und nun versucht, sie zu töten. In ihrer Verzweiflung wendet sich Casey an den Rabbi Sendak (Garry Oldman), der an ihr einen jüdischen Exorzismus praktizieren soll, um dem Familienfluch ein Ende zu setzen.

„The Unborn“ ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es dem Horror-Genre im Moment an einem ganz besonders fehlt: Innovation. Der subtile Horror mit einem unheimlichen, wortkargen Jungen ist weder neu, noch auf Dauer besonders furchteinflößend. Wird das Kind nun alle fünf Minuten mit demselben Effekt eingeblendet, treibt dieser dem Zuschauer weniger einen kalten Schauer über den Rücken, als eher Langeweile aufs Gesicht. Es ist ohnehin verwunderlich, wo Hollywood die immer gleichen gruseligen Kinder auftreibt. Zudem wurde in die Geschichte wohl alles hineingeworfen, was mysteriös und unheimlich klingt Da sind die grausigen Nazi-Experimente aus dem Konzentrationslager in Auschwitz und der eben genannte kleine Junge, der – wie soll es auch anders sein – mit Vorliebe in Spiegeln auftaucht, und seine Präsenz mit Windspielen ankündigt. Trotz des prominenten Namens eines Michael Bay (Transformers), der in „The Unborn“ seine Finger im Spiel hatte, hält der Film wenig, was er verspricht. Man kann sogar behaupten, dass jeder, der sich nur einmal einen Horrorfilm angesehen hat jederzeit sagen kann, was als nächstes passiert. Angst sieht anders aus.