Watchmen – Die Wächter

Der kalte Krieg ist in vollem Gange und die Doomsday-Clock steht auf 5 vor 12. Ein nuklearer Krieg zwischen Amerika und Russland steht also kurz bevor. In dieser von Angst bestimmten Zeit wird der Comedian, ein maskierter Held im Ruhestand in seiner Wohnung umgebracht. Einst war er Mitglied der Watchmen, eine Gruppe von Helden, die versuchte die Welt zu verbessern. Doch nachdem Präsident Nixon der Selbstjustiz einen Strich durch die Rechnung machte, fristen die Maskierten ein Leben in Langeweile oder Einsamkeit. Rorschach, einer der Watchmen und inzwischen gesuchter Verbrecher, hing die Maske als Einziger nicht an den Nagel. Er nimmt den Mord am Comedian persönlich und begibt sich auf die Suche nach dem Täter…

Zack Snyder lässt es in seiner zweiten Comic-Verfilmung wieder ordentlich krachen. Blut spritzt literweise und ab und zu fliegt ein Haus in die Luft oder auch Gedärme durch die Gegend. Diese Brutalität sind wir aus „300“ ja bereits gewöhnt, auch, wenn er den Gewaltgrad dieses mal noch einen kleinen Tick auf dreht. Auch die aus 300 bekannte, extrem langsame, Slow-Motion ist wieder mit von der Partie und lässt den Zuschauer großartige Bilder länger genießen. Durch die konsequente Vermeidung von passender Musik, erschafft der Film eine sehr eigene, sehr seltsame Atmosphäre, so, dass einen über die Länge von geschlagenen 162 Minuten ein Gefühl der Unbehaglichkeit begleitet. Eine Leistung, die nicht viele Werke zu bieten haben. In diesem Sinne denke ich, dass Watchmen für jeden, der mehr als seichte Unterhaltung von seinem Kinogang erwartet, ein „schönes“ Erlebnis haben wird.

Maximilian Riemer

Maximilian Riemer ist Kino-Experte aus Leidenschaft. Ein guter Film gehört zweifelsohne zu den schönsten Dingen, die ihm über den Weg laufen könnten. In seinen Filmkritiken versucht er auch die technische Seite hinter den Filmen zu beleuchten und gibt dabei interessante Einblicke in das Handwerk.